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Donnerstag, 24. April 2014

Gastbeitrag: Florian Zacharias Raffel - Engagiert Euch! Werdet kritische Masse!

Heute führe Ich eine neue Rubrik in diesem Blog ein - den Gastbeitrag. Ich hoffe euch damit noch mehr Informationen geben zu können. Jeder Gastbeitrag wird entsprechend vermerkt. Viel Spaß!




Engagiert Euch! Werdet kritische Masse!

Kapitalismuskritik. Aufruf zur Besinnung auf die Kernfrage "Wie gestalten wir eine friedliche gerechte Welt als post-kapitalistische Epoche der Menschheit?" Ein Aufruf.
Empört Euch! Engagiert Euch! Werdet kritische Masse durch Kooperation und Besinnung auf die Kernfrage "Wie gestalten wir eine friedliche gerechte Welt als post-kapitalistische Epoche der Menschheit?"
Ein Aufruf für mehr Menschlichkeit, Eigenverantwortung und den aktiven und bewussten Mitaufbau einer friedlichen Revolution.
Wenn ich mir unsere westliche Gesellschaft anschaue, dann stelle ich fest, dass immer mehr Misstrauen gegen die Mächtigen sichtbar wird; anders ausgedrückt: immer weniger Vertrauen in allen Teilen der Gesellschaft wird offensichtlich.



Kritische Stimmen als Gradmesser für gesellschaftliches Vertrauen
Oft werden diese Kritiker als Verschwörungstheoretiker "gebrandmarkt" - was steht dahinter? Stehen die sogenannten VTler nicht lediglich für die Gruppe von Menschen, die die bestehende Ordnung und Informationspolitik in Frage stellen? Es mag sein, das ein gewisser Anteil die verschiedenen Theorien ebenso oberflächlich fasziniert konsumiert, wie andere Menschen Groschenromane oder Sitcoms, aber es häufen sich immer mehr berechtigte Fragen, die von den Verantwortlichen unbeantwortet bleiben. Hier kann ich nur jedem "Truther" empfehlen sich mehr mit Dr. Danielle Ganser's Arbeit auseinanderzusetzen und sich weniger mit Goldmünzenhändlern und Prepper- oder Survival-Shops zu beschäftigen. Warum sind Kameraaufnahmen rund um das Pentagon beschlagnahmt und bis heute nicht veröffentlicht? Und warum werden Menschen, die Fragen stellen in Schubladen gesteckt und gesellschaftlich ausgegrenzt? Sollte uns das nicht viel mehr zu denken geben als die Frage, ob unter uns Reptilien in Menschengestalt existieren?
Welche Interessen werden sichtbar, durch ungelöste Kriminalitätsfälle? Ganz einfach: Machtzentren wollen unantastbar bleiben, ihre Mittel als "heilig" erklären (Bist du nicht für uns - bist Du gegen uns) und ausserhalb von Transparenz und demokratischer Kontrolle agieren.
Der Umgang mit diesen kritischen Stimmen hält uns allen einen Spiegel vor, wie sehr ein paranoider Wahnsinn innerhalb unserer Gesellschaft und die Gleichschaltung der Medien uns fast unfähig macht, sich evolutionär-revolutionär zu entwickeln.
Es ist immer öfter bei "politischen Akteuren" ein egomanisches Machtspiel um Deutungshoheit und auch ein begrenztes Bewusstsein, um Zusammenhänge im Innen und Aussen, sichtbar.
Immer wieder kann Angst als Antriebskraft für politisches Handeln (bzw. Online Aktivismus) ausgemacht werden. Angst vor Gefahren, Angst vor dem Verborgenen (z.B. die Montagsdemos / Friedensmahnwache seien "Querfront" oder "Neurechts" oder die Occupy Kritik an der Wall Street (Kritik am Kapitalismus) sei antisemitisch… Was passiert da eigentlich?

Revolutionäre Potentiale werden kriminalisiert und diffamiert, um das herrschende System zu schützen. Das System schützt sich vor Entlarvung. Wir haben es also immer mit konterrevolutionären Gegenkräften zu tun. Initiiert durch Thinktanks, durchgeführt von Geheimpolizei bzw. Agenten und mittlerweile von Mitläufern kopiert… bewiesen sind Verfassungsschutztätigkeiten innerhalb rechter Sektoren. Da ist es nur logisch auch eine Unterwanderung linker Kräfte durch Machtapparate anzunehmen und auch die Infiltration offener dezentraler revolutionärer Bewegungen.
Aufruf für eine aufgeklärte Diskussion zur Kernfrage: Wie gestalten wir eine friedliche gerechte Welt?
Sagt Nein zu Angriffen gegen Systemkritiker! Fragt Euch, wem nützt es, revolutionäre Kräfte zu diffamieren?
Wir müssen uns endlich wieder auf die Kernfrage besinnen und hier eine offene aufgeklärte Diskussion ermöglichen. Die Kernfrage lautet: Können wir es noch weiter mittragen, in kapitalistische-imperialistische Kriege und Menschenrechtsverletzungen sowie Umweltzerstörung im Namen des Profits und Macht beteiligt zu sein?
Wir als Konsumenten sind indirekt und direkt beteiligt an Pestizidnahrung, Landgrabbing, Rohstoffausbeutung und -raub, geostrategischen Militäraktionen und Ausbau von globaler Macht. Unser Konsum erlaubt es Konzernen uns zu vergiften, industriell-medizinisch an uns rumzufutschen, süchtig zu machen, ruhigzustellen und uns letztendlich "ganzheitlich" als Sklaven zu halten. 
Sklaverei hat noch nie so perfide perfekt funktioniert wie heute. Wer ist denn noch frei in unsere Gesellschaft? Wir sind nicht nur Sklaven in einem Konsum- und Entertainmentstaat sondern auch gleichzeitig Mittäter in einem Unrechts- und Gewaltsystems.

Kritische Autoren wie Jean Ziegler, Avram Noam Chomsky oder Naomi Klein zeigen uns ideologiefrei auf, wo wir als westliche Industrienationen stehen. Durch immer knapper werdenden Ressourcen werden immer mehr offene und verdeckte Kriege geführt. 
Durch unseren Konsum und Lebenshaltung sind wir an diesen Kriegen mitschuldig, durch unseren westlichen Lebensstil werden weltweit Menschenrechte verletzt. Natur wird zerstört und vergiftet. Tiere ausgebeutet und ausgerottet.



Der nächste Schritt in eine pre-revolutionäre Phase ermöglicht den Aufbau einer agierenden kritischen Masse
Kapitalismus normiert, zerstört und tötet. Jeder und jede muss sich fragen, wie weit bin ich daran beteiligt? Und dann muss gefragt werden, wie kann ich aus diesem System aussteigen? Wo sind die Alternativen? Wie können Kooperation und Gerechtigkeit zu neuen Werten in unserer Gesellschaft werden? Welche Ausstiegs- und Veränderungsstrategien stehen uns heute noch zur Verfügung? Auf welche gemeinsamen Taktiken können wir uns einigen?
Mich würde freuen, wenn wir anfangen über diese Fragen nachzudenken und uns austauschen und damit endlich in die nächste pre-revolutionäre Phase eintreten zu können: der Aufbau einer agierenden kritischen Masse.
Dann können wir anfangen, Alternativen aufzubauen die sich um die zentralen Themen wie Energie, Wasser, Nahrung, Mobilität, Kleidung und Bildung drehen müssen. Wir waren einmal zivilisiert, es ist es Zeit den globalen Irrweg als kapitalistische Barbaren zu beenden und uns wieder unseren zivilisierten Grundwerten und Errungenschaften zurück zu besinnen.
Der Schlüssel wird Kooperation zwischen Menschen sein. Fangen wir an, diese Umgangsweise in den Mittelpunkt zu stellen. Das ist die nächste Phase. Die revolutionäre Euphorie trägt nicht lange, die Chaos Phase wärt schon zu lange. Zeit aufzuwachen. Und bei aller Logik und geistigen Arbeit auch das Herz in unsere Gedanken, Worte und Handlungen einzubeziehen. Das ist die innere revolutionäre Arbeit. Es braucht ein Gleichgewicht der Kräfte. Auch in diesem Sinne.
Wir sind verantwortlich für unser Handeln. Und unabhängig von moralischer Ausrichtung, Weltbild oder religiöser Zuordnung, wir können Ungerechtigkeit erkennen und wir können eine neue Gerechtigkeit schaffen.
Empört Euch! Engagiert Euch! Werdet kritische Masse durch Kooperation und Besinnung auf die Kernfrage "Wie gestalten wir eine friedliche gerechte Welt als post-kapitalistische Epoche der Menschheit?"


Berlin, 23.04.2014
Florian Zacharias Raffel
Zelle Berlin C35

Dienstag, 8. November 2011

Occupy-Bewegung

Hallo liebe Leute,

Aus aktuellem Anlass dreht sich dieser Post um die Occupy-Bewegung, die zur Zeit für Aufsehen sorgt. Den Anfang nahm diese Protestbewegung am 17. September 2011 an der Wall Street in New York. Seit den Aufständen bzw. Demonstrationen in der arabischen Welt Anfang des Jahres (bekannt als arabischer Frühling) ist die Macht des Protestes wieder in unser Bewusstsein gelangt. Ich werde in späteren Posts noch auf weitere Demonstrationen und daraus resultierende Revolutionen eingehen, wie beispielsweise die Revolution in Ägypten 2011, die Jasminrevolution in Tunesien, die Massenproteste in Israel im September 2011 oder auch die Gewaltexzess in England im August 2011.


Um was genau dreht sich denn diese Occupy-Bewegung?

Laut Wikipedia prangert die Bewegung "die soziale Ungleichheit in den Vereinigten Staaten an und sieht in sich die 99 Prozent der Bevölkerung, die nicht länger die Gier und Korruption von 1 Prozent der Bevölkerung hinnehmen wird. Die Kritik richtet sich gegen einen zu starken Einfluss der reichsten Amerikaner auf die Politik und Gesetzgebung (sogenannte Plutokratie) sowie eine zu banken- und wirtschaftsfreundliche Politik. Durch eine friedliche, längerfristige Besetzung der Wall Street sollen entsprechende politische Änderungen bewirkt werden."


Die Proteste und Demonstrationszüge wuchsen immer weiter und so kam es, dass sie am 15. Oktober im globalen Rahmen stattfanden und es in knapp 100 Ländern Occupy-Proteste gab. Ein lesenswerter Artikel findet sich in der Zeit.




In Deutschland sah das ganze in etwa wie folgt aus:




In diesem Zeit-Artikel ist die Sprache von 40 000 Menschen, die allein in Deutschland auf die Strasse gegangen sind um ihren Unmut zu bekunden.

Anlässlich einer Occupy-Aktion am Börsenplatz in Stuttgart am 29.10.2011 wurde folgendes Dokument verlesen (es ist äquivalent zu den bei Occupy Wall Street verlesenen Kundgebungen):

Zum Anlass unserer solidarischen Zusammenkunft, um ein Gefühl von Ungerechtigkeit gegenüber der Masse auszudrücken, dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, was uns zusammen gebracht hat. Wir schreiben dies, damit alle Menschen, denen von Konzernen Unrecht angetan wird, wissen dass wir ihre Verbündeten sind.

Als ein vereintes Volk erkennen wir die folgenden Punkte an:

  • dass die Zukunft der Menschheit die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder erfordert
  • dass unser System unsere Rechte schützen muss
  • dass, falls das System korrumpiert ist, es an jedem Einzelnen liegt, seine Rechte und die seiner Nachbarn zu schützen
  • dass eine demokratische Regierung ihre legitime Macht vom Volk bezieht, aber Konzerne keine Einwilligung zur Ausbeutung der Völker und des Planeten einholen
  • dass keine wahre Demokratie existieren kann, wenn alle Prozesse von der Wirtschaft bestimmt werden
Wir wenden uns an euch, in einer Zeit, in der Konzerne, die ihre Profite über Menschen, Eigennutz über Gerechtigkeit und Unterdrückung über Gleichheit stellen, unsere Regierungen beherrschen. Wir haben uns hier friedvoll versammelt, wie es unser Recht ist, um folgenden Fakten Gehör zu verschaffen:
  • Sie haben uns unsere Häuser in illegalen Zwangsversteigerungen geraubt, obwohl ihnen die ursprünglichen Hypotheken nicht gehörten
  • Sie haben sich ungestraft Rettungsgelder von Steuerzahlern geholt und bezahlen immer noch exorbitante Boni an die Vorstände
  • Sie setzen die Ungleichbehandlung und Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund von Alter, Hautfarbe, Geschlecht und sexueller Orientierung fort
  • Sie haben durch Fahrlässigkeit den Nahrungsbestand vergiftet und untergraben das Agrarsystem durch Monopolisierung
  • Sie bereicherten sich durch Folter, Einkerkerung und grausame Behandlung von Tieren und vertuschen diese Praktiken
  • Sie haben kontinuierlich Angestellte ihrer Rechte beraubt, bessere Bezahlungen und sicherere Arbeitsbedingungen zu erhandeln
  • Sie haben Studenten mit vielen zehntausenden Dollar/Euro Verschuldung für Bildung als Geiseln genommen, obwohl Bildung an sich ein Menschenrecht ist
  • Sie haben kontinuierlich Arbeit ausgegliedert und die Ausgliederung als Mittel genutzt, um Löhne zu drücken und die Gesundheitsversorgung zu reduzieren
  • Sie haben die Gerichte beeinflusst, um die gleichen Rechte wie Bürger zu erhalten, aber ohne den gleichen Strafbarkeiten und Pflichten zu unterliegen
  • Sie haben Millionen Dollar/Euro für Anwälte ausgegeben, die nach Wegen suchen, um aus Krankenversicherungsverträgen herauszukommen
  • Sie haben unsere Privatsphäre zu einer Handelsware gemacht
  • Sie haben Militär und Polizei dazu benutzt, die Pressefreiheit zu beschneiden
  • Sie haben sich aus Profitgier beständig geweigert, fehlerhafte und lebensgefährliche Produkte vom Markt zu nehmen
  • Sie bestimmen die Wirtschaftspolitik, trotz der katastrophalen Ergebnisse ihrer Wirtschaftspolitik in der Vergangenheit und deren Auswirkungen in der Zukunft
  • Sie haben Politikern, die für ihre Regulierung verantwortlich sind, große Geldsummen zugestiftet
  • Sie verhindern immer noch alternative Energieformen, um uns vom Öl abhängig zu halten
  • Sie verhindern immer noch Generika, die Menschenleben retten oder Leiden mildern können, nur um Investitionen zu schützen, die bereits profitabel waren
  • Sie haben aus Profitgier bewusst Öllecks, Unfälle, Bilanzfälschungen und die Unwirksamkeit bestimmter Inhaltsstoffe verschwiegen
  • Sie halten die Menschen absichtlich uninformiert und in Angst durch die Kontrolle der Medien
  • Sie haben Privatverträge akzeptiert, um Gefangene hinzurichten, selbst wenn ernsthafte Zweifel an ihrer Schuld erhoben wurden
  • Sie haben Kolonialismus hier und im Ausland fortgesetzt
  • Sie haben an der Tötung und Folterung von unschuldigen Zivilisten im Ausland teilgenommen
  • Sie stellen immer noch Massenvernichtungswaffen her, um Regierungsaufträge zu erhalten

An die Bürger Stuttgarts, Deutschlands, Europas und der Welt:

Wir, die Occupy-Bewegung Stuttgart, die den Börsenplatz Stuttgart seit dem 21.10.2011 besetzt haben, fordern Euch auf, Eure Macht geltend zu machen. 
Übt euer Recht aus, Euch friedvoll versammeln zu dürfen, besetzt öffentliche Plätze, schafft einen Prozess, der unsere Probleme adressiert und erarbeitet Lösungen, die allen zugänglich sind.
Allen Gemeinden, die aktiv werden und Gruppen im Geiste direkter Demokratie bilden, bieten wir unsere Hilfe an, Dokumente und alle Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, weiterzugeben.
Schliesst Euch uns an und verschafft Euren Stimmen Gehör!

Nun gibt es viele verschiedene Nuancen der unterschiedlichen Bewegungen, jedoch kann man folgende Gemeinsamkeiten festhalten (Beobachtung des Unsichtbaren - Notizbuch von Thorsten Wiesmann):
  • gewaltfreie Aktionen, Einbeziehung, Dezentralisation
  • Nutzung der sozialen Medien zur Vernetzung
  • eine neue Definition der Identität als umfassende Matrix, welche alles gleichermaßen mit allem verbindet (daraus entsteht eine neue Weltsicht und eine neue Ethik)
  • ganzheitliche Betrachtungsweisen der Probleme auf diesem Planeten: Wahrnehmung als gemeinsame Weltbürger jenseits von rein nationalistischem Interesse
  • Identifizierung der synergistischen Effektivität eines weltweit integrierten Prozesses (es gibt keine klare Trennung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Der Mensch lernt im Einklang mit der Natur zu leben, wenn deren Ressourcen gerecht geteilt und im Hinblick auf Nachhaltigkeit bewirtschaftet werden. Hierzu gehört es die wahren Kosten der Produkte aufzudecken, die hergestellt werden: Gesundheitskosten, Umweltkosten etc. mitgerechnet)
  • Neue Definition des Begriffes Reichtum als progressive Meisterung der Materie durch den Geist. Unser Reichtum ist inhärent gemeinschaftlicher Reichtum, ein common wealth. Unser common wealth kann nur wachsen und er wächst mit einer synergetischen Beschleunigung
  • Das Erkennen der wahren Natur des Reichtums führt zur Ablehnung der bisherigen konkurrierenden Systeme deren Rechnungswesen antisynergetisch ist (Zinszahlungen formten bisher ein selbstzerstörerisches wertminderndes System)
  • Direktberichterstattung ermöglicht spontane wellenartige Reaktionen
  • Besetzung des öffentlichen Raumes
  • Selbstdefinition entsteht erst aus dem Dialog mit anderen Menschen und Gruppierungen (erst das Ganze bestimmt das Verhalten der Bewegung)
  • Das Verschleiern der politischen Identität durch das Fehlen von Führerfiguren. Indifferenz gegenüber dem Kult um Persönlichkeiten. Keiner braucht mehr durch einen anderen repräsentiert zu werden, weil alle durch die Möglichkeit welche die Technik eröffnet, nun direkt zueinander sprechen können.
  • Die Ablehnung der herkömmlichen Art von repräsentativer Politik
  • Solidarität über den virtuellen Raum durch diejenigen, die nicht direkt an einer Aktion teilnehmen können. Ein großer stiller Teil der Bevölkerung, der die Proteste zumeist passiv unterstützt (nach Umfragen vom 17.10.2011 unterstützen etwa 72% der Wähler in New York City die Besetzung des Parks)
  • Protestmärsche sowie gewaltfreier Widerstand gegen Zwangsräumungen
  • Anfänge eines neuen Demokratieverstandes durch offene Konsens-Verfahren: die Bevölkerung ist so nicht mehr Mittel zum Zweck, sondern Quelle der Demokratie




Aber wie kann es eigentlich sein, dass 99% der Menschheit nichts vom Kuchen abbekommen? In diesem Artikel aus der Süddeutschen geht folgendes hervor:

"Der Trend begann in den siebziger Jahren. Von 1970 bis heute haben sich die Gehälter von Amerikas Top-Managern real mehr als vervierfacht; derweil stieg der durchschnittliche Lohn inflationsbereinigt um nur karge 26 Prozent. Wer oben war, bekam immer schneller immer mehr: Das Einkommen des bestverdienenden Tausendstels der US-Gesellschaft stieg von 1970 bis 2008 um 385 Prozent auf 5,6 Millionen Dollar pro Jahr; die zweitbeste Schicht (die Top 0,1 bis 0,5 Prozent) legte um 141 Prozent auf 878.139 Dollar zu. Und die dritte Cremeschicht (die Top 0,5 bis 1,0 Prozent) verbesserte sich um 90 Prozent auf exakt 443.102 Dollar. Jene 137 Millionen Amerikaner, die die unteren 90 Prozent in der Einkommenspyramide ausmachen, haben von 1970 bis 2008 mit einem Realeinkommen von 31.244 Dollar nicht einen Cent dazugewonnen.
Das ist die neue Wirklichkeit: Amerika zerfällt in zwei Teile - in die Reichen und den Rest. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die soziale Not verschärft und Millionen Mittelschichts-Amerikaner um den Job und ihr Eigenheim gebracht. Aber die sozi-ökonomischen Triebkräfte, die Amerika zerreißen, wirken sehr viel länger.
Bis zu den späten siebziger Jahren galt ein ungeschriebener Kontrakt, der Amerikas Arbeitnehmer am Wohlstandszuwachs teilhaben ließ: Von 1947 bis 1979 stiegen Produktivität, mittleres Einkommen und durchschnittlicher Lohn weitgehend parallel. Das war der "fair deal", und der zerbrach Anfang der achtziger Jahre. Im Jahr 2007 strich das oberste Hundertstel 23,5 Prozent des Volkseinkommens ein. 1976 hatte ihr Anteil noch bei 8,9 Prozent gelegen.    ... "

Weiterhin möchte ich an dieser Stelle eine Studie erwähnen, die die Verteilung des Geldflusses und der damit einhergehenden Macht repräsentiert. Spätestens jetzt sollte sich jeder bewusst machen, dass der klassische Spruch "Geld regiert die Welt" absolut wahr ist. Das Problem ist jedoch, dass das Geld unvorstellbar unfair verteilt ist und es somit einen elitären Kreis von Institutionen bzw. einigen wenigen Menschen gibt, die den Großteil des Geldes und somit der Macht verwalten. 
Diese Studie "kommt zu dem Ergebnis, dass lediglich 147 Konzerne die Weltwirtschaft kontrollieren. Besonders Banken und Rentenfonds stehen mit ihrem Einfluss ganz weit vorne."
Weiterhin heißt es: "Das Ergebnis ist, dass diese 147 Unternehmen, die weniger als ein Prozent der Firmen ausmachen, mehr als 40 Prozent der 43 000 betrachteten internationalen Unternehmen kontrollieren. Die Analyse zeigt die große Macht der Finanzinstitute."


Ich hoffe dass sich einige von euch die erdrückende Anzahl von Fakten bewusst machen und realisieren, dass genau diese Bewegung eine gute Chance hat, um unsere Gesellschaft, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen. Es kann nicht sein, dass sich einige wenige Menschen durch das Leiden von 99% der Weltbevölkerung bereichern und diese derart versklaven! Jeder Einzelne von uns muss sich gegen dieses System wehren! Informiert euch weiter! Bildet euch eure eigene Meinung und lasst sie euch nicht durch die Medien einreden!




"Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlicherweise glaubt, frei zu sein"
(Johann Wolfgang von Goethe)




Die Korrupten fürchten uns.
Die Ehrenwerten unterstützen uns.
Die Heldenhaften schließen sich uns an.

Wir können nur zusammen als geschlossene Einheit, als gemeinschaftliche Gesellschaft, als ein vereintes Volk gegen dieses System ankämpfen und eine Zukunft für uns gestalten, die WIR formen und nicht jemand anders. Wir sind die 99%!



Montag, 1. August 2011

Ansätze zu Lösungen der Probleme der Erde

Im letzten Post habe ich mich mit der riesigen Krise der Erde befasst und auch schon einige Anregungen und Ideen vorgestellt. In diesem Post will ich euch mal näher bringen, wie Menschen auf der ganzen Welt bereits tolle Ideen umgesetzt haben und wie groß die Bewegung zur Rettung der Erde mittlerweile ist. Doch dazu später mehr.




Effizienz in der Kommunikation ist eine Frage der Vereinfachung.


Aufbauend auf dem gemeinsamen Lösungsansatz gilt es, eine gemeinsame Kommunikationsstrategie zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung zu entwickeln.

Kommunikativer Absender der zukünftigen Kampagnen ist die neue Initiative mit dem gemeinsamen Logo sowie dem Motto jetzt-die-welt-retten.de, welches auf unterschiedliche Art und Weise übersetzt werden kann. Diese Kommunikationselemente werden von den einzelnen mitwirkenden Gruppen und Organisationen in ihre bestehende, individuelle Kommunikation integriert.

Der große gemeinsame Absender fungiert als übergreifender Nenner in den verschiedenen, weltweiten Kampagnen. Wesentlich für die nationale Kommunikation ist somit, dass gleichzeitig 198 andere Nationen hinter der eigenen nationalen Kampagne stehen. So wird ein größeres Selbstbewusstsein vermittelt und eine höhere Wirkung gewährleistet.

Ein Beispiel dafür ist eine Kampagnenidee, die von der Hamburger Werbeagentur Leagas Delaney eigens für den Konsultationsprozess konzipiert wurde. Im Fokus steht der Aufruf zur Bündelung von Kräften und die Überwindung von Einzelinteressen. Die Mechanik ist einfach und von hoher Symbolik:

Es werden jeweils zwei Prominente zusammen gezeigt, die in der Öffentlichkeit grundsätzlich unterschiedliche Positionen vertreten: im Sport, in der Wirtschaft, in der Politik, im Glauben, in der Kultur etc. Mit ihrem gemeinsamen Statement "Es kann nur eine Meinung geben: Jetzt die Welt retten" stellen sie ihre eigenen, individuellen Interessen und Eitelkeiten zurück und demonstrieren im Sinne des gemeinschaftlichen Prozesses Geschlossenheit.


Komplexität braucht klare Zielvorgaben.




Zahlreiche Menschen zeigen, dass eine bessere Welt möglich ist:

  • Muhammad Yunus führte Bangladesch mit Kleinstkrediten aus der schlimmsten Armut. "Nach Yunus Vorstellungen muss „die Struktur des Kapitalismus vervollständigt werden“ durch die Einführung von Sozialunternehmen. Der Zweck dieser Unternehmen soll nicht die Gewinnmaximierung sein, sondern die Lösung von sozialen und Umweltproblemen. „Wenn man die profit-maximierende Brille abnimmt und zur sozialen Brille greift, sieht man die Welt in einer anderen Perspektive“, meinte er. Falls ein Gewinn anfalle, werde er in das Unternehmen reinvestiert. Die Anteilseigner verdienen nichts, können ihr Kapital jedoch mit der Zeit zurückerhalten. Attraktiv sei eine derartige Geldanlage für Menschen, die Gutes tun wollen, wovon es viele gebe, nach Überzeugung von Yunus." (aus Wikipedia)


  • Vandana Shiva hat in Indien Patentrechte zurückerkämpft. Shiva gründete 1991 eine Organisation namens Navdanya ("Neun Saaten"), welche sich als Pionier einer Bewegung zur Sicherung von Saatgut traditioneller Nahrungspflanzen sieht. "Navdanya sammelt und sichert regionale Sorten und baut sie auf der Versuchsfarm im nordindischen Dehradun am Fuß des Himalaya an. Navdanya will biologischen Anbaumethoden fördern, die Bauern schützen, die Bevölkerung mit guten Lebensmitteln versorgen und lokale Märkte stärken. Navdanya installierte 46 Saatgutbibliotheken in ganz Indien und hat inzwischen nach eigenen Angaben rund 200.000 Bauern geholfen." (aus Wikipedia)


  • Hans Küng forscht nach einem gemeinsamen Weltethos. Informationen zur Person und zum Weltethos. 

Grundüberzeugungen:

Kein Zusammenleben auf unserem Globus ohne ein globales Ethos.
Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.
Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.
Kein Dialog zwischen den Religionen und Kulturen ohne Grundlagenforschung.
Kein globales Ethos ohne Bewusstseinswandel von Religiösen und Nicht-Religiösen.

"Diese eine Welt braucht ein Ethos; diese eine Weltgesellschaft braucht keine Einheitsreligion und Einheitsideologie, wohl aber einige verbindende und verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele." (Zitat aus obigem Wikipedia-Artikel)



  • Wangari Maathai, die Wüstengebiete aufforstet. "Im Jahr 2004 erhielt die Umweltaktivistin, die in zielstrebiger Förderung von afrikanischer Frauenpolitik die beste Vorbeugung gegen Wasser- und andere Umweltschäden sieht, als erste afrikanische Frau den Friedensnobelpreis." (Wikipedia)



  • Amartya Sen hat ein alternatives Wirtschaftssystem entworfen. Der Hauptgedanke Sens bezieht sich auf die Vergrößerung der individuellen Freiheiten zur Minderung der sozialen, globalen Ungerechtigkeiten.


Fünf einander ergänzende Freiheiten sind unter anderem für den Entwicklungsprozess von Bedeutung:

  1. Die politische Freiheit - Bei ihr spielt die Demokratie eine wesentliche Rolle, denn sie vergrößert die Verwirklichungschancen der Menschen und ist deshalb die beste Regierungsform. Sie ist ein wesentlicher Weg zur Erweiterung der Freiheiten. Das liegt daran, dass sie den Menschen ermöglicht, ihre Meinungen auszudrücken. Zugleich kann man die Werte und Prioritäten der Gesellschaft öffentlich kommunikativ festlegen.
  2. Ökonomische Einrichtungen - Ein zusätzlicher wichtiger Faktor für die Entwicklung ist der ungestörte und freie Zugang zum Markt und zum Arbeitsmarkt. Angesichts dessen, dass staatliche Regulierungen unter bestimmten Umständen legitim oder sogar notwendig sind, spricht sich Sen nicht für eine reine Marktwirtschaft aus. 
  3. Soziale Chancen - Beginnend mit den sozialen Institutionen wird es den Menschen ermöglicht, am wirtschaftlichen Fortschritt teilzuhaben. Die Leistung des Marktes hängt nicht nur von den politischen, sondern auch stark von den sozialen Bedingungen ab.
  4. Gesellschaftliche Transparenz - Transparenz ist die Basis des Vertrauens, auf der eine funktionierende Gesellschaft aufbaut. Sie wirkt vorbeugend gegen Korruption und einen unverantwortlichen Umgang mit Finanzmitteln und Macht. Politische und ökonomische Freiheiten werden stark durch Transparenzgarantien beeinflusst. Im selben Atemzug nennt Sen als das historische Verdienst des Kapitalismus die Entwicklung einer kapitalistischen Moral.
  5. Soziale Sicherheit - Sie gehört zu den instrumentellen Freiheiten, die einerseits Ziel, anderseits aber auch ein Mittel der Entwicklung sind. Sozialversicherungen verhindern oft, dass außerordentliches Elend oder Armut entstehen, sie können Menschen sogar vor dem Tod bewahren. Unter anderem gehören in diese Sparte die Hilfe für Arbeitslose, Unterstützung bei Hungersnöten und von Mittellosen. In "Die Ökonomie für den Menschen" spricht sich Amartya Sen gegen zwei übliche Einsprüche gegen staatliche Sozialsysteme aus. Einerseits die Stammtischaussage, zu viel Unterstützung würde dem Arbeitslosengeldempfänger die Motivation zur Arbeitssuche nehmen. Da es aber aus der Empirie keine Daten und Statistiken über dieses angebliche Phänomen gibt, ist es sehr fragwürdig, ob dies auch zutrifft. Abgesehen davon ist es für den Empfänger der Unterstützung ein erniedrigender Zustand, weil sie ihn mehr oder weniger zu einem Empfänger von Almosen macht. Die zweite Kritik, die besagt, das System würde oft missbraucht werden, weist er zurück. Er legt hier dar, dass man solche Unterstützungen nicht verringern oder eliminieren könne, ohne die wirklich Bedürftigen dabei in Mitleidenschaft zu ziehen. (aus Wikipedia)



Und natürlich noch viele viele mehr. Wenn jemand meint, dass eine spezielle Person in dieser Liste fehlt, dann könnt ihr mir das gerne mitteilen. Ich habe nur eine grobe Auswahl getroffen.




Die Menschheit verfügt ausserdem über viele wertvolle Institutionen:

  • Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung, beschlossen von 172 Staaten auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) in Rio de Janeiro (1992). Mit der Entwicklungsvorstellung von nachhaltiger Entwicklung (sustainable development) sollen durch eine veränderte Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungspolitik die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen. (aus Wikipedia)
  • attac (association pour la taxation des transactions financières et pour l'action citoyenne - Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen)  ist eine globalisierungskritische Nichtregierungsorganisation, die am 3. Juni 1998 in Frankreich gegründet wurde" und nach eigenen Auskünften weltweit 90.000 Mitglieder hat (in 50 Ländern). Attac kritisiert die neoliberale Globalisierung und versucht u.a. mit Demonstrationen und Bildungs- und Aufklärungsarbeit gegen Armut und Ausbeutung zu kämpfen.


  • Brundtland-Bericht ist ein von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung veröffentlichter Bericht aus dem Jahre 1987 in dem es um die Definition des Begriffs "Nachhaltige Entwicklung" geht. "Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Im Wesentlichen ist dauerhafte Entwicklung ein Wandlungsprozess, in dem die Nutzung von Ressourcen, das Ziel von Investitionen, die Richtung technologischer Entwicklung und institutioneller Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige und künftige Potential, menschliche Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen" (aus Wikipedia)
  • CSI (Centre for Social Investment - Zentrum für soziale Investitionen und Innovationen) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. "Die Aufgabe des CSI ist es, durch Forschung, Lehre, Netzwerkarbeit und Beratung das Verständnis sozialer Investitionen – also aller Arten privater Beiträge zum Gemeinwohl - in theoretischer wie praktischer Hinsicht zu erweitern." "Das zentrale Forschungsthema des CSI sind soziale Investitionen (Stiftungswesen, Zivilgesellschaft und Sozialwirtschaft. Hierzu werden nationale und internationale Forschungsprojekte mit Betonung der europäischen Ebene durchgeführt. Der Begriff der sozialen Investition beschreibt im engeren Sinne die Verteilung von Kapital, um die soziale und ökonomische Wohlfahrt von Menschen zu steigern. Allerdings basieren Demokratie und Zivilgesellschaft nicht nur auf Geld, sondern ebenso auf Werten, ehrenamtlicher Arbeit, engagierten Menschen und Netzwerken aus Vertrauensbeziehungen." (aus Wikipedia)
  • Erd-Charta ist eine "Deklaration grundlegender ethischer Prinzipien für eine nachhaltige Entwicklung im globalen Maßstab dar und soll als völkerrechtlich verbindlicher Vertrag von der internationalen Staatengemeinschaft ratifiziert werden." (aus Wikipedia)
Grundprinzipien

1) Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt.
2) Für die Gemeinschaft des Lebens in Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen.
3) Gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche demokratische Gesellschaften aufbauen.
4) Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.
5) Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten.
6) Schäden vermeiden, bevor sie entstehen, ist die beste Umweltpolitik. Bei begrenztem Wissen gilt es, das Vorsorgeprinzip anzuwenden.
7) Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern.
8) Das Studium ökologischer Nachhaltigkeit vorantreiben und den offenen Austausch der erworbenen Erkenntnisse und deren weltweite Anwendung fördern.
9) Armut beseitigen als ethisches, soziales und ökologisches Gebot.
10) Sicherstellen, dass wirtschaftliche Tätigkeiten und Einrichtungen auf allen Ebenen die gerechte und nachhaltige Entwicklung voranbringen.
11) Die Gleichberechtigung der Geschlechter als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung bejahen und den universellen Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen und Wirtschaftsmöglichkeiten gewährleisten.
12) Am Recht aller - ohne Ausnahme - auf eine natürliche und soziale Umwelt festhalten, welche Menschenwürde, körperliche Gesundheit und spirituelles Wohlergehen unterstützt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Rechten von indigenen Völkern und Minderheiten.
13) Demokratische Einrichtungen auf allen Ebenen stärken, für Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Ausübung von Macht sorgen, einschließlich Mitbestimmung und rechtlichem Gehör.
14) In die formale Bildung und in das lebenslange Lernen das Wissen, die Werte und Fähigkeiten integrieren, die für eine nachhaltige Lebensweise nötig sind.
15) Alle Lebewesen rücksichtsvoll und mit Achtung behandeln.
16) Eine Kultur der Toleranz, der Gewaltlosigkeit und des Friedens fördern.




Ich werde im nächsten Post noch einige andere Institutionen vorstellen. Danke für euer Interesse und ich hoffe dass sich einige durch diese große Menge an Menschen inspirieren und ermutigen lassen, ihr Bewusstsein auf die Rettung unseres Planeten zu auszurichten.

Die Erde wird es euch danken!




Freitag, 29. Juli 2011

Probleme der Erde

So liebe Leute, ich habe leider erst jetzt Zeit gefunden um meinen Blog weiterzuführen. In diesem Post möchte ich auf die derzeitige Krise der Menschheit eingehen. Wer sich jetzt fragt, welche Krise ich meine, der läuft wohl blind durch die Welt. Wir Menschen befinden uns am absoluten Abgrund und stehen vor dem Untergang! Wir müssen endlich aufwachen und etwas dagegen tun und zwar jeder Einzelne!




Wenn viele Menschen eine gemeinsame Utopie haben, 
dann ist es bald keine mehr!



Aus der Broschüre der Organisation "Jetzt die Welt retten" bzw. der "Coalition for the global commons" und vielen anderen Quellen geht folgendes hervor und das sollte man in sein Bewusstsein brennen:

  • 30 000 Kinder sterben in unserer "reichen" Welt TÄGLICH an den Folgen von Hunger, verschmutztem Wasser und vermeidbaren Krankheiten!
  • Aktuell stirbt in Somalia alle 6 Minuten ein Kind!
  • 2,8 Milliarden Menschen, d.h. fast die Hälfte der Weltbevölkerung, leben von WENIGER als 2 US$ am Tag!
  • 200 Tier- und Pflanzenarten sterben TAG FÜR TAG aus!
  • 104 Milliarden US$ Entwicklungshilfe weltweit stehen 123 Milliarden US$ an ZINSZAHLUNG an die Geberländer gegenüber!
  • 1 200 MILLIARDEN US$ werden jährlich für Waffen ausgegeben!
  • Die vier reichsten Menschen zusammen sind wohlhabender als eine Milliarde der Ärmsten! 40% der Weltbevölkerung verfügen über 94% des weltweiten Einkommens!
  • Über 50 Millionen Menschen sind STÄNDIG auf der Flucht vor Hunger, Krieg und Verfolgung!

Weitere Probleme: 
  • Krieg, Folter, Massenmord, Genozid seit jeher in der Menschheitsgeschichte
  • Seuchen und Krankheiten bei Mensch und Tier, Atemwegserkrankungen, Allergien, Phobien, Magersucht, Fresswahn, Krebs, Aids, Depressionen, Aggressionen, Selbstmorde und Amokläufer, massive Schlafstörungen
  • Natur- und Umweltverschmutzung, Treibhauseffekt, Ozonloch, Klimawandel, Smog, Abgase, gewaltige und sich häufende Naturkatastrophen, gnadenlose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen der Erde, Ölpest, Wegwerfgesellschaft, Müllberge, Müllmenschen
  • kranke Monokulturen, grausamste Massentierhaltung, -transport und -abschlachtung
  • Reaktorunfälle, atomare Verstrahlung, Verkehrschaos
  • Lug, Betrug und Neid egal wo man hinsieht, Korruption, Manipulation, Waffenhandel, Aktienwahn und Profitgier, Ausbeutung, Rassenhass und Skinheads, Terror, Religionsfanatiker, heuchlerische Kirchen, Sekten
  • Staatsverschuldung in nie dagewesener Höhe, Finanzkrisen, Steuerlast, aus den Nähten platzende Großstädte, Ghettos, Slums
  • vollständige Abhängigkeit von Mikrochips und Magnetkarten, Verblödung der Bevölkerung, Gewalt und Horror rund um die Uhr im Fernsehen und Kino, Killerspiele, ständige und sich ausbreitende Überwachung, Genmanipulation, Klone
  • permanente Verbreitung von Angst durch die Medien, Angst vor der Arbeitslosigkeit und vor dem Altwerden
  • Stress, Hektik, Drogenkonsum, organisiertes Verbrechen, Prostitution, Menschenhandel, moderne Sklaverei, Kinderarbeit, Kindersoldaten, sexuelle Perversion, Kinderschändung, Inzest
  • Pflegenotstand, Jugendarbeitslosigkeit, kaputte Jugendliche ohne Perspektive, schlechte und ungerechte Schulsysteme, Streit und Zerrissenheit innerhalb der Familie
  • Dauerwerbung, Konsumzwang bzw. Konsumterror, Markenzwang bei Kleidung und Gebrauchsgegenständen, unmoralische und falsche Schönheitsideale, Rundumbestrahlung durch Handys, Sendemasten und Satelliten


Es ist wirklich unverstellbar in was für einer Welt wir leben und es ist noch unvorstellbarer dass die absolute Mehrheit der Menschen diese gigantische Krise nicht als solche wahrnimmt, geschweige denn etwas gegen sie unternimmt und sich nur für ihren persönlichen Werdegang interessiert! 

Unsere Generation muss zukunftsfähige Lösungen finden um die immer grösser werdende Kluft zwischen Arm und Reich zu überbrücken, die Klimakrise in den Griff zu kriegen und das Bevölkerungswachstum menschenwürdig(!) zu verlangsamen. 

Die entscheidende Herausforderung unserer Generation besteht darin, auf Basis unserer spirituellen Wurzeln und kulturellen Erfahrungen GEMEINSAM UND IM DIALOG einen gemeinsamen Lösungs- und Maßnahmenkatalog zu vereinbaren. Das große Ziel ist ein Weltordnungssystem, das nach Regeln funktioniert, die
  1. das Welthandelssystem fairer gestalten,
  2. das Klimasystem gerecht lösen und somit
  3. ein friedliches und zukunftsfähiges Zusammenleben auf der Erde ermöglichen



Nichts ist erhebender als das Gefühl, sich nicht im Kleinen zu verlieren, sondern Teil einer globalen Bewegung zu sein!





Der Egoismus ist die größte Gefährdung der Menschheit!






Kurzfristiges Denken löst keine großen Probleme, denn viele Probleme entwickeln sich nicht linear, sondern exponentiell. Die Kräfte sind heute in der Regel gespalten, das Denken und die Philosophie in Politik und Wirtschaft sind meist kurzfristig orientiert und die vorgebrachten Lösungskonzepte folgen größtenteils linearen Mustern.




Die Politik ist territorial legitimiert und muss sich kurzfristig einer nationalen Wiederwahl stellen. Die globalisierte Wirtschaft als einflussreichster Gestalter der Globalisierung ist systembedingt kurzfristig an den Gewinnen der Aktionäre orientiert. Viele einflussreiche Medien unterliegen heute als globale Konzerne den Gesetzen der Wirtschaft mit entsprechender Berichterstattung. Die Zivilgesellschaft ist zwar langfristig orientiert, konzentriert sich aber in so genannten Nichtregierungsorganisationen (NROs) meist auf jeweils
ein Thema, oft lokal oder national und befindet sich häufig im Wettbewerb um Finanzierung und Öffentlichwirksamkeit ihrer Aktivitäten.


Die schlimmsten Verbrechen sind legalisiert!


Das weltweite Finanzsystem der "freien Marktwirtschaft" in Kombination mit Steueroasen könnte einmal als besonders effizienter Umverteilungsmechanismus in die Geschichte der Menschheit eingehen. Am Kern dieses Plünderungsprozesses müssen wir ansetzen und zwar im Dialog der Kulturen, statt uns einen "Kampf der Kulturen" aufdrängen zu lassen.

Die heutigen Missstände sind menschgemacht und werden durch unsere Institutionen aufrechterhalten. Genauso wie Armut kein Schicksal ist, sondern das Ergebnis eines weltweiten Umverteilungsprozesses, sind wir Menschen auch für die Klimakrise verantwortlich.

Zur materiellen Ungleichheit kommt eine ebenso ungerechte Machtverteilung in der weltweiten Politik. Eine Minderheit der weltweit reichsten Staaten hat in internationalen Entscheidungsprozessen das Sagen, sei es in der G8, dem UN-Sicherheitsrat, dem Internationalen Währungsfonds oder der Weltbank. 

Diese ökonomische und politische Asymmetrie wird durch die kulturelle Vorherrschaft dieser reichen Welt noch verstärkt. Viele empfinden die Kultur des Westens als Bedrohung ihrer eigenen einzigartigen Kultur und ihrer Traditionen.




Wir können das System ändern.







Die Gewohnheit beherrscht die Welt. Es ist Zeit für einen Machtwechsel.



Eine andere Welt ist möglich. Dafür müssen wir allerdings mit alten Gewohnheiten brechen und uns der herrschenden Meinung, was möglich ist und was nicht, widersetzen. Wir, die Bürger dieses Planeten, müssen uns unserer Verantwortung bewusst werden, unsere kollektive Intelligenz weltweit bündeln, ein globales Bewusstsein entwickeln und danach handeln.

In einem gemeinsamen Aktionsplan könnten sich die Bürger der Welt beispielsweise auf die Forderung nach einem pro Kopf gleichen CO2-Emissionsrecht einigen. Solch eine starke Vision für Klimagerechtigkeit könnte weltweit Millionen Menschen mobilisieren.

Martin Luther Kings Vision gleicher Menschenrechte für Schwarze oder die Forderung nach dem gleichen Wahlrecht der Frauen mag in den Ohren der meisten Zeitgenossen ebenso utopisch geklungen haben wie heute eine Forderung nach gleichen Emissionsrechten. Die Geschichte zeigt, dass das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche große zivilisatorische Errungenschaften hervorgebracht hat.

Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien können wir die Chancen der modernen Kommunikationstechnologien nutzen, um unser Wissen weltweit zu teilen und uns zu vernetzen. So können wir den exponentiell wachsenden Problemen mit einem Schneeballeffekt des konzertierten Handelns begegnen.



Im Bewusstsein gemeinsamer weltweiter Werte kann aus Differenz Einigkeit werden.


Wir sind alle Teile einer großen Familie, einer weltweiten Gemeinschaft, die sich durch eine wunderbare Vielfalt der Kulturen und Lebensformen auszeichnet. Wir haben ein gemeinsames Ziel. Diese globale Gemeinschaft, die durch Handel und Technologien so gut verbunden ist, sollte auch auf Ebene gemeinsamer Werte und eines Weltethos verbunden sein.

In der Goldenen Regel "Was Du nicht willst, das man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu." findet sich ein moralisches und ethisches Prinzip, das in allen Religionen und Kulturen der Welt vorhanden ist. Die Erd-Charta und das Parlament der Weltreligionen bieten weitere ethische Grundlagen für eine Weltgemeinschaft, die auf Respekt für die Natur, den Menschenrechten und insbesondere der Gleichberechtigung von Mann und Frau, ökonomischer Gerechtigkeit und Solidarität und einer Kultur des Friedens basiert.

Auf Grundlage dieser Werte erklären wir unsere Verantwortung für einander, für die Gemeinschaft und zukünftige Generationen. Lasst uns eine Welt schaffen
  • mit Respekt vor der Natur
  • in Frieden unter den Kulturen und Religionen
  • mit universellem Wohlstand
  • und Solidarität innerhalb der Gesellschaft

in der jeder Mensch sein Potenzial entfalten kann – eine Welt in Balance.


P.S. Die meisten Zahlen, Anregungen, Ideen und Bilder sind aus der oben genannten Broschüre, die ich in pdf-Format habe und so der großen Masse präsentieren möchte. Wenn jemand Interesse an dieser pdf hat, die übrigens weitere interessante Gedankengänge und Ideen bietet, dem kann ich diese selbstverständlich per Email schicken. Im nächsten Post werde ich diese präsentieren.