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Donnerstag, 24. April 2014

Innen und Außen verbinden - Gesellschaftliches Engagement und spirituelle Revolution

Heute möchte ich euch einen Artikel empfehlen, den ich bei sein.de gefunden habe. Es geht um die Frage, wie wir uns selbst bzw. unsere Sichtweise und unsere Gesellschaft auf eine höhere Stufe bringen. Viel Spaß beim Lesen :-)


Wir leben in einer entscheidenden Phase der menschlichen Entwicklung. Die komplexen Herausforderungen verlangen nach einem energischen kollektiven Bewusstseinswandel. Wir alle wissen: so kann und wird es nicht weitergehen! 


In spirituellen Kreisen jedoch herrscht ein weit verbreiteter Glaube dass wir zunächst selbst erleuchtet werden müssen, bevor wir in der Gesellschaft aktiv werden sollten. Spirituelle Lehrer, wie etwa der Berliner Lehrer Christian Meyer begründen dies damit, dass beispielsweise viele Organisationen einen Beitrag zur Rettung der Erde leisten versuchen, jedoch keine grundlegenden Veränderungen bewirken. Doch ist das wahr?

Namhafte Forscher wie Noam Chomsky, Ken Wilber oder Ervin Laszlo weisen darauf hin, dass Bewegungen aus allen Teilen dieser Erde die Welt substanziell geprägt haben. Bürgerrechte, Menschenrechte, Frauenrechte und ein Umweltbewusstsein sind Früchte vieler engagierter (und nicht-erwachter) Menschen. Wir leben heute in einer definitiv besseren Welt als noch vor 50 Jahren! Es geht meines Erachtens heute darum, die dualistische Sichtweise - spirituelle Entwicklung auf der einen Seite und gesellschaftliches Engagement auf der anderen - zu überwinden.

In den Schriften des Zen Meisters Sosan finden wir deutliche Hinweise darüber, wie wir eine nonduale Praxis verwirklichen können. Meister Sosan gibt uns deutlich zu verstehen, dass die künstliche Trennung zwischen spiritueller Praxis und Lebensalltag nicht dazu führen wird, das Eine zu erfahren: "Stellst du das Tätigkeitsein ein und kehrst zur Ruhe zurück, ist dieses Bemühen selbst nur wieder Tätigkeit. Wie willst du je das Eine erfahren, wenn du in die Zweiheit verstrickt bleibst?" Und nach Sogyal Rinpoche, dem Verfasser des „tibetischen Buches über Leben und Sterben" fehlt den modernen spirituell Praktizierenden ein wirklicher Moment: „das Wissen, wie sie die Meditationspraxis in ihr Alltagsleben integrieren können. Ich kann es nicht deutlich genug sagen: Die Integration der Meditation ins Handeln ist die ganze Grundlage und Sinn und Zweck der Meditation."


Der Bodhisattva-Geist

Diese Aussage ist insofern revolutionär, als sie das ursprüngliche spirituelle Verständnis von Befreiung radikal hinterfragt. Anstatt sang- und klanglos in die Stille zu entschwinden, wie es heute gerne von Advaita-Praktizierenden verstanden wird, verzichtet ein Bodhisattva auf die eigene Befreiung, um als aktives Wesen in der Welt zu wirken und andere Menschen von ihrem Leiden zu befreien. Es geht nicht darum, ein weltabgewandter Weiser zu sein. Stattdessen „finden" wir die Erleuchtung, indem wir die Welt der Fülle mit einschließen in den Prozess des Erwachens.

Befreiung findet statt, wenn wir erkennen, dass wir nicht von anderen getrennt sind. Wir sind keine isolierten Individuen, mit einem separierten Ich. Im Gegenteil: Wir sind untrennbar mit allen Menschen, Wesen und Phänomen zutiefst verbunden. Der Dalai Lama spricht in diesem Zusammenhang davon, dass er eigentlich der egoistischste Mensch auf der Welt ist. Da er erkannt hat, dass wahres Glück nur möglich ist, wenn andere Menschen ebenfalls glücklich sind, setzt er heute alles daran, allen Lebewesen einen Weg zu wirklichem Glück zu zeigen - denn nur so kann auch er wahrhaftiges Glück erfahren. Der buddhistische Weg des Erwachsens drückt sich deshalb auch in der Entwicklung von grenzenloser Liebe und unbegrenztem Mitgefühl aus. So ist der japanische Priester Kobo Daishi der Ansicht, dass die Tiefe der Erleuchtung eines Menschen daran gemessen werden kann, wie wahrhaftig er anderen Menschen dient.

Diese Aussage ist insofern revolutionär, als sie das ursprüngliche spirituelle Verständnis von Befreiung radikal hinterfragt. Anstatt sang- und klanglos in die Stille zu entschwinden, wie es heute gerne von Advaita-Praktizierenden verstanden wird, verzichtet ein Bodhisattva auf die eigene Befreiung, um als aktives Wesen in der Welt zu wirken und andere Menschen von ihrem Leiden zu befreien. Es geht nicht darum, ein weltabgewandter Weiser zu sein. Stattdessen „finden" wir die Erleuchtung, indem wir die Welt der Fülle mit einschließen in den Prozess des Erwachens.

Befreiung findet statt, wenn wir erkennen, dass wir nicht von anderen getrennt sind. Wir sind keine isolierten Individuen, mit einem separierten Ich. Im Gegenteil: Wir sind untrennbar mit allen Menschen, Wesen und Phänomen zutiefst verbunden. Der Dalai Lama spricht in diesem Zusammenhang davon, dass er eigentlich der egoistischste Mensch auf der Welt ist. Da er erkannt hat, dass wahres Glück nur möglich ist, wenn andere Menschen ebenfalls glücklich sind, setzt er heute alles daran, allen Lebewesen einen Weg zu wirklichem Glück zu zeigen - denn nur so kann auch er wahrhaftiges Glück erfahren. Der buddhistische Weg des Erwachsens drückt sich deshalb auch in der Entwicklung von grenzenloser Liebe und unbegrenztem Mitgefühl aus. So ist der japanische Priester Kobo Daishi der Ansicht, dass die Tiefe der Erleuchtung eines Menschen daran gemessen werden kann, wie wahrhaftig er anderen Menschen dient.

Befreiung findet statt, wenn wir erkennen, dass wir nicht von anderen getrennt sind. Wir sind keine isolierten Individuen, mit einem separierten Ich. Im Gegenteil: Wir sind untrennbar mit allen Menschen, Wesen und Phänomen zutiefst verbunden. Der Dalai Lama spricht in diesem Zusammenhang davon, dass er eigentlich der egoistischste Mensch auf der Welt ist. Da er erkannt hat, dass wahres Glück nur möglich ist, wenn andere Menschen ebenfalls glücklich sind, setzt er heute alles daran, allen Lebewesen einen Weg zu wirklichem Glück zu zeigen - denn nur so kann auch er wahrhaftiges Glück erfahren. Der buddhistische Weg des Erwachsens drückt sich deshalb auch in der Entwicklung von grenzenloser Liebe und unbegrenztem Mitgefühl aus. So ist der japanische Priester Kobo Daishi der Ansicht, dass die Tiefe der Erleuchtung eines Menschen daran gemessen werden kann, wie wahrhaftig er anderen Menschen dient.


Bedingungen für den Wandel

Doch angesichts der unhaltbaren Zustände auf diesem Planeten mag die Frage gerechtfertigt sein, ob sich gesellschaftliches Engagement überhaupt noch lohnt? Ist es überhaupt realistisch anzunehmen, dass ein kultureller Wandel jetzt noch möglich ist? Dank der wissenschaftlichen Arbeit geistiger Pioniere wie etwa dem Autor Malcolm Gladwell oder dem Berliner Forscher Jens Krause von der Leibniz-Universität wissen wir heute, dass schon 5-10 Prozent der Individuen einer Gemeinschaft in der Lage sind, eine gesamte Gruppe in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wenn ein System einen Schwellenpunkt erreicht, besitzen kleinere Gruppierungen von engagierten Menschen die Kraft, das ganze System nachhaltig zu beeinflussen. Es ist also keine Utopie zu glauben, dass wir tatsächlich in der Lage sind, nachhaltige kollektive Veränderungen zu erzielen. Die Möglichkeiten liegen greifbar nahe vor uns!

Gerade als spirituell Praktizierende sind wir deshalb dazu aufgerufen, uns zu engagieren. Die Kulturen dieser Welt benötigen Impulse der Weisheit und des Mitgefühls. Sie brauchen Menschen, die ihren individuellen Prozess des Erwachens in das kollektive System einbringen. Sie benötigen kraftvolle und humorvolle Individuen, die sich zu neuen und inspirierenden Formen zusammenschließen, um die Evolution der Menschheit voranzutreiben. Eines können wir uns vor Augen halten: Greifbare Veränderungen manifestieren sich, wenn wir zusammenfinden und gemeinsam neue Lösungen und Perspektiven erarbeiten.

Spirituelle Praxis können wir auch als einen Weg begreifen, der zu größerer Verbundenheit führt. Für den renommierten Autor Stephen Batchelor erkannte der Buddha nicht „eine einzige absolute Wahrheit, sondern erwachte zu einem Komplex von Wahrheiten, die sowohl die Konflikte der menschlichen Existenz wie auch ihre Lösung umfassten. Er strandete durch dieses Erwachen nicht in einem permanenten mystischen Erleuchtungszustand, sondern es öffnete ihm einen Weg, den er mitten im Auf und Ab des Lebens folgen konnte."

Im Buddhismus wird daher die Erleuchtungsvision des Buddha als ein holonistisches Universum beschrieben. Dieses Universum können wir uns als ein multidimensionales Raster vorstellen, das die ganze Existenz umfasst. An jedem Kreuzungspunkt dieses Netzes finden wir einen Diamanten - ein Symbol für jedes Phänomen in diesem Universum, sei es ein Mensch, ein Tier, eine Pflanze oder ein iPhone. Wenn wir in einen Diamanten blicken, sehen wir darin auch die Reflektionen aller anderen Diamanten. An jedem beliebigen Punkt des Universums können wir somit alles und jeden erkennen. Jeder Mensch ist demnach ein Mittelpunkt der Welt. Jeder von uns ist ein reflektierender Diamant - verbunden mit allem was ist. Wenn wir an einem Punkt dieses Netzes beginnen, kraftvolle Impulse zu senden, wird das ganze Universum von diesen Impulsen beeinflusst.

Für den Zen-Meister Bernie Glassman ist das Internet beispielsweise eine physische Manifestation dieses holonistischen Universum, das auch als Indra´s Netz umschrieben werden kann. Gerade der Arabische Frühling verdeutlicht, wie massiv das Internet die Strukturen eines Systems beeinflussen kann. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit fand eine Revolution unter Mithilfe der Social Media statt. Mehrere autoritär herrschende Regime in der arabischen Welt wurden im Zuge dieser Revolution gestürzt. Twitter, Facebook, Blackberry und Blogs spielten dabei eine entscheidende Rolle, um sich zu versammeln und Meinungen zu bilden. Hier zeigt sich eine heilsame Möglichkeit des Wandels: Durch das Internet sind wir heute in der Lage auch als kleine Gruppierung, massive Veränderungen herbeizuführen.


Die spirituelle Revolution beginnt JETZT

Auch wir sollten an diesem Wandel teilhaben, indem wir unsere inneren Bodhisattva-Qualitäten erkennen und entwickeln, um dieser Welt das Geschenk von Mitgefühl und Weisheit überreichen zu können. Je umfassender dabei unser Blick auf die Welt ist, umso besser werden wir die Komplexität des anstehenden Kulturwandels verstehen. Wenn wir die untrennbare Verbundenheit aller fühlenden Wesen spüren und verinnerlichen, werden unsere Taten und Aktionen geprägt sein von Mitgefühl und Weisheit. Wenn wir das untrennbare Wechselspiele der individuellen und kollektiven Welten verinnerlichen, werden wir verstehen, wie bedeutsam es ist, in allen Bereichen des Lebens präsent und achtsam zu sein.
Lasst uns also Mitgefühl entwickeln und Perspektiven voller Weisheit und Zuversicht verbreiten. Lasst uns innerlich wachsen und reifen. Wir stehen vor einer der größten Chancen der Menschheitsgeschichte, eine Epoche der Nachhaltigkeit und des Friedens einzuläuten. Nutzen wir sie!
Lasst uns also Mitgefühl entwickeln und Perspektiven voller Weisheit und Zuversicht verbreiten. Lasst uns innerlich wachsen und reifen. Wir stehen vor einer der größten Chancen der Menschheitsgeschichte, eine Epoche der Nachhaltigkeit und des Friedens einzuläuten. Nutzen wir sie!
Als buddhistisch Praktizierender ist es daher nur folgerichtig, sich auf die Welt der Phänomene einzulassen und die Verwirklichung nicht nur in der abgetrennten Stille der Meditation finden zu wollen. Die Essenz buddhistischer Praxis zeichnet sich daher durch die Entwicklung innerer Qualitäten wie Weisheit und Mitgefühl, als auch durch die Bereitschaft sich für das Wohl anderer Wesen zu engagieren aus. Der Buddha selbst spornt uns an, heilsame Aktivitäten zu vollbringen, die das Leben anderer Menschen bereichern. wie zum Beispiel Bäume pflanzen, Brunnen zu graben und Obdachlosen eine Unterkunft anzubieten. Schließlich entsteht alles - jeder Mensch und jedes System - in Abhängigkeit von anderen Phänomenen. Wir können daher die höchste Befreiung nicht mit der dualistischen Perspektive von Nirvana und Samsara verwirklichen. Vielmehr sollte es darum gehen, die Einheit von innerer Entwicklung und äußerer Aktivität zu finden - so wie es heute von erwachten Lehrern wie Thich Nhat Hanh, Ken Wilber oder Bernie Glassman gelehrt wird: „Form ist nichts anderes als Leerheit, Leerheit ist nichts anderes als Form."
Im Herbst 2011 erlebten wir zudem auch den Beginn der Occupy-Bewegung. Nach Vorbild des Arabischen Frühlings und insbesondere der Besetzung des Tahrir-Platzes in Ägypten, prangert diese Bewegung die soziale Ungleichheit an. Mit dem Motto „wir sind 99%" wird verdeutlicht, dass es an uns liegt, in welcher Realität wir leben wollen. Die Occupy-Bewegung findet Unterstützer in der ganzen Welt, angefangen von namhaften Menschen wie Deepak Chopra, dem Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz oder Konstantin Wecker. Mittlerweile finden in über tausend Städten „Occupy-Demonstrationen" statt. Bürger aus allen Schichten - darunter tausende spirituelle Lehrer und Lehrerinnen - fordern ihr Recht auf Mitbestimmung.
Wir befinden uns in einer Zeit des Aufbruchs und der Neuorientierung. Eine kritische Masse bewusster Menschen ist erreicht. Eine ausreichende Zahl von fühlenden Wesen ist erwachsen geworden und will den großen Wandel in aller Entschiedenheit vorantreiben.

Gastbeitrag: Florian Zacharias Raffel - Engagiert Euch! Werdet kritische Masse!

Heute führe Ich eine neue Rubrik in diesem Blog ein - den Gastbeitrag. Ich hoffe euch damit noch mehr Informationen geben zu können. Jeder Gastbeitrag wird entsprechend vermerkt. Viel Spaß!




Engagiert Euch! Werdet kritische Masse!

Kapitalismuskritik. Aufruf zur Besinnung auf die Kernfrage "Wie gestalten wir eine friedliche gerechte Welt als post-kapitalistische Epoche der Menschheit?" Ein Aufruf.
Empört Euch! Engagiert Euch! Werdet kritische Masse durch Kooperation und Besinnung auf die Kernfrage "Wie gestalten wir eine friedliche gerechte Welt als post-kapitalistische Epoche der Menschheit?"
Ein Aufruf für mehr Menschlichkeit, Eigenverantwortung und den aktiven und bewussten Mitaufbau einer friedlichen Revolution.
Wenn ich mir unsere westliche Gesellschaft anschaue, dann stelle ich fest, dass immer mehr Misstrauen gegen die Mächtigen sichtbar wird; anders ausgedrückt: immer weniger Vertrauen in allen Teilen der Gesellschaft wird offensichtlich.



Kritische Stimmen als Gradmesser für gesellschaftliches Vertrauen
Oft werden diese Kritiker als Verschwörungstheoretiker "gebrandmarkt" - was steht dahinter? Stehen die sogenannten VTler nicht lediglich für die Gruppe von Menschen, die die bestehende Ordnung und Informationspolitik in Frage stellen? Es mag sein, das ein gewisser Anteil die verschiedenen Theorien ebenso oberflächlich fasziniert konsumiert, wie andere Menschen Groschenromane oder Sitcoms, aber es häufen sich immer mehr berechtigte Fragen, die von den Verantwortlichen unbeantwortet bleiben. Hier kann ich nur jedem "Truther" empfehlen sich mehr mit Dr. Danielle Ganser's Arbeit auseinanderzusetzen und sich weniger mit Goldmünzenhändlern und Prepper- oder Survival-Shops zu beschäftigen. Warum sind Kameraaufnahmen rund um das Pentagon beschlagnahmt und bis heute nicht veröffentlicht? Und warum werden Menschen, die Fragen stellen in Schubladen gesteckt und gesellschaftlich ausgegrenzt? Sollte uns das nicht viel mehr zu denken geben als die Frage, ob unter uns Reptilien in Menschengestalt existieren?
Welche Interessen werden sichtbar, durch ungelöste Kriminalitätsfälle? Ganz einfach: Machtzentren wollen unantastbar bleiben, ihre Mittel als "heilig" erklären (Bist du nicht für uns - bist Du gegen uns) und ausserhalb von Transparenz und demokratischer Kontrolle agieren.
Der Umgang mit diesen kritischen Stimmen hält uns allen einen Spiegel vor, wie sehr ein paranoider Wahnsinn innerhalb unserer Gesellschaft und die Gleichschaltung der Medien uns fast unfähig macht, sich evolutionär-revolutionär zu entwickeln.
Es ist immer öfter bei "politischen Akteuren" ein egomanisches Machtspiel um Deutungshoheit und auch ein begrenztes Bewusstsein, um Zusammenhänge im Innen und Aussen, sichtbar.
Immer wieder kann Angst als Antriebskraft für politisches Handeln (bzw. Online Aktivismus) ausgemacht werden. Angst vor Gefahren, Angst vor dem Verborgenen (z.B. die Montagsdemos / Friedensmahnwache seien "Querfront" oder "Neurechts" oder die Occupy Kritik an der Wall Street (Kritik am Kapitalismus) sei antisemitisch… Was passiert da eigentlich?

Revolutionäre Potentiale werden kriminalisiert und diffamiert, um das herrschende System zu schützen. Das System schützt sich vor Entlarvung. Wir haben es also immer mit konterrevolutionären Gegenkräften zu tun. Initiiert durch Thinktanks, durchgeführt von Geheimpolizei bzw. Agenten und mittlerweile von Mitläufern kopiert… bewiesen sind Verfassungsschutztätigkeiten innerhalb rechter Sektoren. Da ist es nur logisch auch eine Unterwanderung linker Kräfte durch Machtapparate anzunehmen und auch die Infiltration offener dezentraler revolutionärer Bewegungen.
Aufruf für eine aufgeklärte Diskussion zur Kernfrage: Wie gestalten wir eine friedliche gerechte Welt?
Sagt Nein zu Angriffen gegen Systemkritiker! Fragt Euch, wem nützt es, revolutionäre Kräfte zu diffamieren?
Wir müssen uns endlich wieder auf die Kernfrage besinnen und hier eine offene aufgeklärte Diskussion ermöglichen. Die Kernfrage lautet: Können wir es noch weiter mittragen, in kapitalistische-imperialistische Kriege und Menschenrechtsverletzungen sowie Umweltzerstörung im Namen des Profits und Macht beteiligt zu sein?
Wir als Konsumenten sind indirekt und direkt beteiligt an Pestizidnahrung, Landgrabbing, Rohstoffausbeutung und -raub, geostrategischen Militäraktionen und Ausbau von globaler Macht. Unser Konsum erlaubt es Konzernen uns zu vergiften, industriell-medizinisch an uns rumzufutschen, süchtig zu machen, ruhigzustellen und uns letztendlich "ganzheitlich" als Sklaven zu halten. 
Sklaverei hat noch nie so perfide perfekt funktioniert wie heute. Wer ist denn noch frei in unsere Gesellschaft? Wir sind nicht nur Sklaven in einem Konsum- und Entertainmentstaat sondern auch gleichzeitig Mittäter in einem Unrechts- und Gewaltsystems.

Kritische Autoren wie Jean Ziegler, Avram Noam Chomsky oder Naomi Klein zeigen uns ideologiefrei auf, wo wir als westliche Industrienationen stehen. Durch immer knapper werdenden Ressourcen werden immer mehr offene und verdeckte Kriege geführt. 
Durch unseren Konsum und Lebenshaltung sind wir an diesen Kriegen mitschuldig, durch unseren westlichen Lebensstil werden weltweit Menschenrechte verletzt. Natur wird zerstört und vergiftet. Tiere ausgebeutet und ausgerottet.



Der nächste Schritt in eine pre-revolutionäre Phase ermöglicht den Aufbau einer agierenden kritischen Masse
Kapitalismus normiert, zerstört und tötet. Jeder und jede muss sich fragen, wie weit bin ich daran beteiligt? Und dann muss gefragt werden, wie kann ich aus diesem System aussteigen? Wo sind die Alternativen? Wie können Kooperation und Gerechtigkeit zu neuen Werten in unserer Gesellschaft werden? Welche Ausstiegs- und Veränderungsstrategien stehen uns heute noch zur Verfügung? Auf welche gemeinsamen Taktiken können wir uns einigen?
Mich würde freuen, wenn wir anfangen über diese Fragen nachzudenken und uns austauschen und damit endlich in die nächste pre-revolutionäre Phase eintreten zu können: der Aufbau einer agierenden kritischen Masse.
Dann können wir anfangen, Alternativen aufzubauen die sich um die zentralen Themen wie Energie, Wasser, Nahrung, Mobilität, Kleidung und Bildung drehen müssen. Wir waren einmal zivilisiert, es ist es Zeit den globalen Irrweg als kapitalistische Barbaren zu beenden und uns wieder unseren zivilisierten Grundwerten und Errungenschaften zurück zu besinnen.
Der Schlüssel wird Kooperation zwischen Menschen sein. Fangen wir an, diese Umgangsweise in den Mittelpunkt zu stellen. Das ist die nächste Phase. Die revolutionäre Euphorie trägt nicht lange, die Chaos Phase wärt schon zu lange. Zeit aufzuwachen. Und bei aller Logik und geistigen Arbeit auch das Herz in unsere Gedanken, Worte und Handlungen einzubeziehen. Das ist die innere revolutionäre Arbeit. Es braucht ein Gleichgewicht der Kräfte. Auch in diesem Sinne.
Wir sind verantwortlich für unser Handeln. Und unabhängig von moralischer Ausrichtung, Weltbild oder religiöser Zuordnung, wir können Ungerechtigkeit erkennen und wir können eine neue Gerechtigkeit schaffen.
Empört Euch! Engagiert Euch! Werdet kritische Masse durch Kooperation und Besinnung auf die Kernfrage "Wie gestalten wir eine friedliche gerechte Welt als post-kapitalistische Epoche der Menschheit?"


Berlin, 23.04.2014
Florian Zacharias Raffel
Zelle Berlin C35

Freitag, 29. Juli 2011

Probleme der Erde

So liebe Leute, ich habe leider erst jetzt Zeit gefunden um meinen Blog weiterzuführen. In diesem Post möchte ich auf die derzeitige Krise der Menschheit eingehen. Wer sich jetzt fragt, welche Krise ich meine, der läuft wohl blind durch die Welt. Wir Menschen befinden uns am absoluten Abgrund und stehen vor dem Untergang! Wir müssen endlich aufwachen und etwas dagegen tun und zwar jeder Einzelne!




Wenn viele Menschen eine gemeinsame Utopie haben, 
dann ist es bald keine mehr!



Aus der Broschüre der Organisation "Jetzt die Welt retten" bzw. der "Coalition for the global commons" und vielen anderen Quellen geht folgendes hervor und das sollte man in sein Bewusstsein brennen:

  • 30 000 Kinder sterben in unserer "reichen" Welt TÄGLICH an den Folgen von Hunger, verschmutztem Wasser und vermeidbaren Krankheiten!
  • Aktuell stirbt in Somalia alle 6 Minuten ein Kind!
  • 2,8 Milliarden Menschen, d.h. fast die Hälfte der Weltbevölkerung, leben von WENIGER als 2 US$ am Tag!
  • 200 Tier- und Pflanzenarten sterben TAG FÜR TAG aus!
  • 104 Milliarden US$ Entwicklungshilfe weltweit stehen 123 Milliarden US$ an ZINSZAHLUNG an die Geberländer gegenüber!
  • 1 200 MILLIARDEN US$ werden jährlich für Waffen ausgegeben!
  • Die vier reichsten Menschen zusammen sind wohlhabender als eine Milliarde der Ärmsten! 40% der Weltbevölkerung verfügen über 94% des weltweiten Einkommens!
  • Über 50 Millionen Menschen sind STÄNDIG auf der Flucht vor Hunger, Krieg und Verfolgung!

Weitere Probleme: 
  • Krieg, Folter, Massenmord, Genozid seit jeher in der Menschheitsgeschichte
  • Seuchen und Krankheiten bei Mensch und Tier, Atemwegserkrankungen, Allergien, Phobien, Magersucht, Fresswahn, Krebs, Aids, Depressionen, Aggressionen, Selbstmorde und Amokläufer, massive Schlafstörungen
  • Natur- und Umweltverschmutzung, Treibhauseffekt, Ozonloch, Klimawandel, Smog, Abgase, gewaltige und sich häufende Naturkatastrophen, gnadenlose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen der Erde, Ölpest, Wegwerfgesellschaft, Müllberge, Müllmenschen
  • kranke Monokulturen, grausamste Massentierhaltung, -transport und -abschlachtung
  • Reaktorunfälle, atomare Verstrahlung, Verkehrschaos
  • Lug, Betrug und Neid egal wo man hinsieht, Korruption, Manipulation, Waffenhandel, Aktienwahn und Profitgier, Ausbeutung, Rassenhass und Skinheads, Terror, Religionsfanatiker, heuchlerische Kirchen, Sekten
  • Staatsverschuldung in nie dagewesener Höhe, Finanzkrisen, Steuerlast, aus den Nähten platzende Großstädte, Ghettos, Slums
  • vollständige Abhängigkeit von Mikrochips und Magnetkarten, Verblödung der Bevölkerung, Gewalt und Horror rund um die Uhr im Fernsehen und Kino, Killerspiele, ständige und sich ausbreitende Überwachung, Genmanipulation, Klone
  • permanente Verbreitung von Angst durch die Medien, Angst vor der Arbeitslosigkeit und vor dem Altwerden
  • Stress, Hektik, Drogenkonsum, organisiertes Verbrechen, Prostitution, Menschenhandel, moderne Sklaverei, Kinderarbeit, Kindersoldaten, sexuelle Perversion, Kinderschändung, Inzest
  • Pflegenotstand, Jugendarbeitslosigkeit, kaputte Jugendliche ohne Perspektive, schlechte und ungerechte Schulsysteme, Streit und Zerrissenheit innerhalb der Familie
  • Dauerwerbung, Konsumzwang bzw. Konsumterror, Markenzwang bei Kleidung und Gebrauchsgegenständen, unmoralische und falsche Schönheitsideale, Rundumbestrahlung durch Handys, Sendemasten und Satelliten


Es ist wirklich unverstellbar in was für einer Welt wir leben und es ist noch unvorstellbarer dass die absolute Mehrheit der Menschen diese gigantische Krise nicht als solche wahrnimmt, geschweige denn etwas gegen sie unternimmt und sich nur für ihren persönlichen Werdegang interessiert! 

Unsere Generation muss zukunftsfähige Lösungen finden um die immer grösser werdende Kluft zwischen Arm und Reich zu überbrücken, die Klimakrise in den Griff zu kriegen und das Bevölkerungswachstum menschenwürdig(!) zu verlangsamen. 

Die entscheidende Herausforderung unserer Generation besteht darin, auf Basis unserer spirituellen Wurzeln und kulturellen Erfahrungen GEMEINSAM UND IM DIALOG einen gemeinsamen Lösungs- und Maßnahmenkatalog zu vereinbaren. Das große Ziel ist ein Weltordnungssystem, das nach Regeln funktioniert, die
  1. das Welthandelssystem fairer gestalten,
  2. das Klimasystem gerecht lösen und somit
  3. ein friedliches und zukunftsfähiges Zusammenleben auf der Erde ermöglichen



Nichts ist erhebender als das Gefühl, sich nicht im Kleinen zu verlieren, sondern Teil einer globalen Bewegung zu sein!





Der Egoismus ist die größte Gefährdung der Menschheit!






Kurzfristiges Denken löst keine großen Probleme, denn viele Probleme entwickeln sich nicht linear, sondern exponentiell. Die Kräfte sind heute in der Regel gespalten, das Denken und die Philosophie in Politik und Wirtschaft sind meist kurzfristig orientiert und die vorgebrachten Lösungskonzepte folgen größtenteils linearen Mustern.




Die Politik ist territorial legitimiert und muss sich kurzfristig einer nationalen Wiederwahl stellen. Die globalisierte Wirtschaft als einflussreichster Gestalter der Globalisierung ist systembedingt kurzfristig an den Gewinnen der Aktionäre orientiert. Viele einflussreiche Medien unterliegen heute als globale Konzerne den Gesetzen der Wirtschaft mit entsprechender Berichterstattung. Die Zivilgesellschaft ist zwar langfristig orientiert, konzentriert sich aber in so genannten Nichtregierungsorganisationen (NROs) meist auf jeweils
ein Thema, oft lokal oder national und befindet sich häufig im Wettbewerb um Finanzierung und Öffentlichwirksamkeit ihrer Aktivitäten.


Die schlimmsten Verbrechen sind legalisiert!


Das weltweite Finanzsystem der "freien Marktwirtschaft" in Kombination mit Steueroasen könnte einmal als besonders effizienter Umverteilungsmechanismus in die Geschichte der Menschheit eingehen. Am Kern dieses Plünderungsprozesses müssen wir ansetzen und zwar im Dialog der Kulturen, statt uns einen "Kampf der Kulturen" aufdrängen zu lassen.

Die heutigen Missstände sind menschgemacht und werden durch unsere Institutionen aufrechterhalten. Genauso wie Armut kein Schicksal ist, sondern das Ergebnis eines weltweiten Umverteilungsprozesses, sind wir Menschen auch für die Klimakrise verantwortlich.

Zur materiellen Ungleichheit kommt eine ebenso ungerechte Machtverteilung in der weltweiten Politik. Eine Minderheit der weltweit reichsten Staaten hat in internationalen Entscheidungsprozessen das Sagen, sei es in der G8, dem UN-Sicherheitsrat, dem Internationalen Währungsfonds oder der Weltbank. 

Diese ökonomische und politische Asymmetrie wird durch die kulturelle Vorherrschaft dieser reichen Welt noch verstärkt. Viele empfinden die Kultur des Westens als Bedrohung ihrer eigenen einzigartigen Kultur und ihrer Traditionen.




Wir können das System ändern.







Die Gewohnheit beherrscht die Welt. Es ist Zeit für einen Machtwechsel.



Eine andere Welt ist möglich. Dafür müssen wir allerdings mit alten Gewohnheiten brechen und uns der herrschenden Meinung, was möglich ist und was nicht, widersetzen. Wir, die Bürger dieses Planeten, müssen uns unserer Verantwortung bewusst werden, unsere kollektive Intelligenz weltweit bündeln, ein globales Bewusstsein entwickeln und danach handeln.

In einem gemeinsamen Aktionsplan könnten sich die Bürger der Welt beispielsweise auf die Forderung nach einem pro Kopf gleichen CO2-Emissionsrecht einigen. Solch eine starke Vision für Klimagerechtigkeit könnte weltweit Millionen Menschen mobilisieren.

Martin Luther Kings Vision gleicher Menschenrechte für Schwarze oder die Forderung nach dem gleichen Wahlrecht der Frauen mag in den Ohren der meisten Zeitgenossen ebenso utopisch geklungen haben wie heute eine Forderung nach gleichen Emissionsrechten. Die Geschichte zeigt, dass das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche große zivilisatorische Errungenschaften hervorgebracht hat.

Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien können wir die Chancen der modernen Kommunikationstechnologien nutzen, um unser Wissen weltweit zu teilen und uns zu vernetzen. So können wir den exponentiell wachsenden Problemen mit einem Schneeballeffekt des konzertierten Handelns begegnen.



Im Bewusstsein gemeinsamer weltweiter Werte kann aus Differenz Einigkeit werden.


Wir sind alle Teile einer großen Familie, einer weltweiten Gemeinschaft, die sich durch eine wunderbare Vielfalt der Kulturen und Lebensformen auszeichnet. Wir haben ein gemeinsames Ziel. Diese globale Gemeinschaft, die durch Handel und Technologien so gut verbunden ist, sollte auch auf Ebene gemeinsamer Werte und eines Weltethos verbunden sein.

In der Goldenen Regel "Was Du nicht willst, das man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu." findet sich ein moralisches und ethisches Prinzip, das in allen Religionen und Kulturen der Welt vorhanden ist. Die Erd-Charta und das Parlament der Weltreligionen bieten weitere ethische Grundlagen für eine Weltgemeinschaft, die auf Respekt für die Natur, den Menschenrechten und insbesondere der Gleichberechtigung von Mann und Frau, ökonomischer Gerechtigkeit und Solidarität und einer Kultur des Friedens basiert.

Auf Grundlage dieser Werte erklären wir unsere Verantwortung für einander, für die Gemeinschaft und zukünftige Generationen. Lasst uns eine Welt schaffen
  • mit Respekt vor der Natur
  • in Frieden unter den Kulturen und Religionen
  • mit universellem Wohlstand
  • und Solidarität innerhalb der Gesellschaft

in der jeder Mensch sein Potenzial entfalten kann – eine Welt in Balance.


P.S. Die meisten Zahlen, Anregungen, Ideen und Bilder sind aus der oben genannten Broschüre, die ich in pdf-Format habe und so der großen Masse präsentieren möchte. Wenn jemand Interesse an dieser pdf hat, die übrigens weitere interessante Gedankengänge und Ideen bietet, dem kann ich diese selbstverständlich per Email schicken. Im nächsten Post werde ich diese präsentieren.